Freundinnen

" Emotionalität, Wärme, Herzlichkeit, Zuneigung, Verstandenwerden, Intimität und Tiefe, stundenlange Telefongespräche, gemütliche Abende auf dem Sofa, ausgedehnter Kneipentouren.

Sie wissen alles immer zuerst: wenn ein neuer Traummann auftaucht und wenn die Krise naht, kennen kleine und große Macken, Problemzonen und die momentane Psycho-Lage: Freundinnen! sie sind da, wenn Frau sie braucht



Ich glaube das es schon in der heutigen Zeit zu einer echten Herausforderung werden kann Freundschaften zu pflegen....

Dabei sagt man gerade uns Frauen nach „Beziehungsmenschen“ zu sein. Frauen suchen angeblich viel häufiger enge Freundschaften, in denen die Wellenlänge stimmt, als Männer.

Dennoch scheint es gar nicht so leicht zu sein, solche sogenannten Busenfreundschaften zu finden und vor allem zu halten!

Ich habe mir den Film grüne Tomaten angeschaut. Eine tiefgehende, intime Freundschaft zwischen Itchie und Ruth. Beeindruckend!

In dem Filn "Schöne Frauen" habe ich eine sehr bezeichnende Szene gefunden:

5 Frauen die gerade beginnen eine enge Freundschaft aufzubauen, und ein Wochenende zusammen verbracht haben, stehen an ihrem letzen Abend um´s Lagerfeuer und der Zuschauer hört die Gedanken der Frauen:

"Ich weiß doch wie das ist.Jeder weiß das. Am Bahnhof heulen wir uns erst alle stundenlang die Seele aus dem Leib. Jede kriegt von jeder die Telefonnummer...dann ruft man sich schon am selben Abend an: ´Ich vermiss euch so...wann sehen wir uns..du hast immer ein Bett bei mir,´ usw...Das erste Treffen nach ungefähr ner Woche klappt noch, und ist wunderschön, aber schon das nächste wird immer wieder aufgechoben...dann merkt man wie man sich am Telefon nichts mehr zu erzählen hat, weil man doch immer nur auf die gemeinsamen Erlebnisse zu sprechen kommen kann, die dann immer weiter zurückliegen werden...dann kommt der Moment wenn man sich nichts mehr zu sagen hat...so ist das halt...jede in Ihrer Welt..."

Ich fand das in der Szene so treffend auf den Punkt gebracht...wie so oft Beziehungen einfach auseinanderlaufen...erst weint man noch beim Abschied „wir müssen uns unbedingt bald wieder sehen“...und dann telefoniert man immer seltener..und hat sich irgendwann nichts mehr zu sagen!“ Das ist so schade!


Woran liegt das...und wie können wir dagegenwirken! Ich glaube wir müssen uns wieder in Erinnerung rufen wie Wertvoll eine Freundin für uns ist....wie viele Chancen verbindliche Freundschaften für uns persönlich bieten.


Ich persönlich habe festgestellt, das es mir oft schwehrfällt, meine Freundschaften richtig zu pflegen...ich neige leicht dazu..da etwas nachlässig zu sein, und melde mich schonmal nicht ganz so regelmäßig...ich habe z.B. 2 Freundinnen, die kennen natürlich meine Schwäche...und wir haben jetzt ziemlich regelmäßige Samstage, an denen wir mit einem Brunch starten und anschließend den ganzen Tag noch damit verbringen über Gott und die Welt zu quatschen....das sind ganz wertvolle Tage für uns 3. So haben wir schonmal einen Weg gefunden..trotz Zeitprobleme, die wir alle 3 haben, unsere Freundschaften wachsen zu lassen.

Da zählt weniger die Quantität unserer Treffen, als vielmehr die Qualität. Unsere Gespräche, die Offenheit, das einander anders sein lassen und trotzdem zusammenwachsen.

Abgesehen von der Emotionalität und Wärme, denke ich liegt in jeder verbindlichen Freundschaft oder Beziehung die Chance für die persönliche Entwicklung.

Ich merke das ganz stark in meinen Freundschaften. Es gibt Dinge und Eigenschaften an mir, mit denen muss ich mich auseinander setzen, wenn ich für andere eine Freundin sein will. Vielleicht persönliche Probleme und Schwächen denen ich mich stellen muss, die ich, wäre ich für mich allein, gut ausklammern könnte.

Intime Freundschaften geben mir die Chance auch mich persönlich weiterzuentwickeln, zu reifen.

Freundschaft ist Ich-Erweiterung. Sie wirft Licht; sie gibt Halt; sie hält den Spiegel vor; sie erzieht; sie lebt aus Glauben und Treue; sie atmet im Gespräch.“ Heinrich Berner (Autor und Pädagoge)





1 Kommentar 25.4.09 14:32, kommentieren

die farbe weiß

Reinheit Sauberkeit Ordnung Leichtigkeit Vollkommenheit stille unschuld Weisheit Ausgeglichenheit Ruhe Glaube Entspannung Ursprünglichkeit Neuanfang Helligkeit Offenheit


"Eskimos verwenden ca. 200 verschiedene Namen für die Farbe Weiß, je nach Farbton und Beschaffenheit ihrer weißen Umwelt." Mir fällt nicht viel mehr ein als "Titanweiß"und "Schneeweiß"!

Weiß beruhigt mich, lässt mich irgendwie zum Wesentlichen kommen, lenkt nicht ab, lässt mich atmen, gibt mir Freiraum, ist Ausdruck von Freiheit, mein "Ja" zum Leben!

Neuanfang! Nicht mehr zurückschauen müssen, forwärts gehen.

 "Eure Sünden sind blutrot, und doch sollt ihr schneeweiß werden. Sie sind so rot wie Purpur, und doch will ich euch rein waschen wie weiße Wolle." (Jes 1,18)

 "Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott hat euch erneuert..."(Kol 3,10)

 

 

1 Kommentar 24.4.09 20:28, kommentieren

die farbe rot

Liebe Leidenschaft Energie Wärme Impulsivität Aufregung Kraft Aktivität Lebensfreude Dynamik Sinnlichkeit Tiefe Romantik Geborgenheit           Symbolik       Genuß           königlich

 Ein Glas Rotwein, rote Lippen, rot werden, die Flamme des Feuers ist rot, die Glut ist rot. Es bedeutet Energie und Wärme. Rot ist eine warme Farbe. Rot gilt auch als Farbe des Blutes und ist mit Leben verknüpft. Rot steht für Freude und Leidenschaft.

 "Physikalisch gesehen ist Rot die Farbe mit der größten Wellenlänge im sichtbaren Spektrum.  Atem und Puls werden durch die Farbe rot beschleunigt und genau wie Gelb, Orange oder Purpur wird rot als warm empfunden."

"Rot wird vorzugsweise dann eingesetzt, wenn unsere Lebenskräfte geschwächt sind. Es erhöht unseren Energiepegel, unsere seelische Kraft: Denn Rot regt alle Vorgänge im Körper an, stimuliert die Stoffwechselaktivitäten und übt einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem aus. Eine belebende und positiv verstärkende Wirkung hat das warme Rot auch auf emotionaler Ebene. Es steigert die Sinnlichkeit, das bewusste Erleben und Fühlen und den Ausdruck ungehemmter Leidenschaft. Auf mentaler Ebene vermittelt uns die Energie der Farbe Rot einen starken Willen, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen."   (aus "Kraft der Farben - die Farbe Rot"

Ich liebe diese Farbe! Besonders das tiefe, dunkle Kadmiumrot oder Kaminrot. Der Farbe rot werden auch viele negative Eigenschaften zugeteilt, aber auf mich hat diese sinnliche Farbe nur positive Wirkung! Es gibt mir auf besonderer Weise Wärme und Geborgenheit. Diese besondere Farbe wird mich durch mein Leben begleiten!

Eine Ode an ROT...


 

1 Kommentar 24.4.09 16:50, kommentieren

lichtblicke oder lebenslicht

Albert Einstein, der große Physiker, hat gesagt: "Ich möchte den Rest meines Lebens über das Wesen des Lichtes nachdenken".


Und auch ich habe mir mal einige Gedanken über das Wesen des Lichts gemacht. (vielleicht nicht mein ganzes Leben...aber ich bin ja auch kein großer Physiker..)

Und mir sind außerdem verschiedene Lichtquellen eingefallen, die für mich speziell in der Weihnachtszeit relevant sind.

Die erste war ganz naheliegend:

Gerade in dieser Vorweihnachtszeit sind wir überall – auch heute Abend wieder – umgeben von vielen kleinen Lichtlein, Kerzen, Lichterketten...

Ich hatte vor nicht allzulangerzeit Urlaub, und hatte die Gelegenheit mal fernab von dem ganzen Alltagstress durch die Strassen zu schlendern, und in die vielen liebevoll, weihnachtlich dekorierten Fenster zu schauen.

Draußen war es kalt und dunkel, und so bewirkte doch dieser Blick auf das warme licht, auch ein warmes, schönes Wohlfühlgefühl in mir , vielleicht kennt ihr das auch?

Weihnachten wird oft auch als das Lichterfest bezeichnet. Und tatsächlich gehört das einfach dazu. Was wäre Weihnachten bsp. ohne Kerzen?

Es ist eben eine ganz besondere, stimmungsvolle Zeit!

Aber nehmen wir sie auch so wahr? Oder ist einfach nur mal wieder Weihnachten, wie halt jedes Jahr.

Vielleicht passt das auch grad gar nicht so in unseren Zeitplan. Wir haben meißt ja eh schon genug um die Ohren...

Und jetzt auch noch schnell die letzten Adventskalender basteln, von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, ach ja, dekorieren muss ich ja auch noch, und durch die vollgefüllte Enkaufspassagen auf Geschenksuche gehen, Budget kalkulieren, Weihnachtsgeld wurde abgeschafft, Heilig Abend und die Weihnachtstage planen, wann wird wer besucht,...ach beihnahe schon wieder zu spät : Die Weihnachtspost...und jetzt ja niemanden vergessen, ...was kochen wir überhaupt zum Familientreffen?....und hoffentlich gibt es dieses Jahr nicht den nächsten Familienstreit in der ganzen Hektik...

Puhh...

..wie war das noch´? : eine ganz besondere, Stimmungsvolle Zeit! ?

Leider ist Weihnachten oft mit viel Organisation und Stress verbunden.

Aber auch da möchte ich überlegen: kann man die Weihnachtszeit nicht vielleicht doch anders erleben?

Und was könnten diese vielen Lichter vielleicht doch auch für eine Bedeutung für uns haben außer das sie so schön dekorativ sind?

Licht umgibt uns eignetlich ja das ganze Jahr:

wir erzeugen eine wahre Lichterflut. Der Strom macht es möglich. . Wir haben Deckenfluter, Leuchtreklamen, Straßenlaternen. Wir haben Licht im Überfluss. Die Städte sind weltweit hell erleuchtet, das zeigt sogar ein Bild vom Weltall auf unseren Globus.

Licht fasziniert, schenkt Leben, beeinflusst uns und unsere Stimmungslage! Spielt also eine große Rolle in unserem Leben!

Das faszinierende am Licht ist ja auch, das es eigentlich bunt ist. Ganz einfach und grob erklärt wird Licht durch das Mischen von mehreren farbigen Lichtwellen erzeugt. Für Unser Auge ist es aber nur als weißes Licht sichtbar (manchmal werden wir Zeugen eines kleinen Wunders: durch das aufeinandertreffen von Sonnestrahl und Regentropfen, wird das Licht gebrochen, und dann kann auch unser Auge die vielen Farben des Regenbogens im Licht sehen)
  Der kleine Exkurs soll deutlich machen:
Das Licht bringt also auch Farbe in unser Leben . Finde ich auch total faszinierend!
Aber leider gibt es um uns herum doch auch immer wieder Dunkelheit. So wie immer wiederkehrend die dunkle Jahreszeit auf uns zukommt, kommen auch auf unser Seelenleben und Gefühlsleben schon mal dunkle Zeiten/ Krisenzeiten zu.

Da helfen uns die kleinen Weihnachtslichter nicht wirklich weiter, so stimmungsvoll sie auch sind...

Aber ich denke gerade da sind wir auf ganz andere Lichtquellen um uns herum angewiesen:

wir könnten wahrscheinlich alle hier erzählen von Lichtern, die in dunklen Zeiten in unserem Leben plötzlich vor uns standen.

Lichter die wir sonst so leicht übersehen, und so selbstverständlich zu sein scheinen. 

Lichter, die nicht groß sind, nicht bedeutend, aber die uns doch geholfen haben: Der Besuch einer Freundin, das Wort, das wieder ein wenig Mut macht, oder auch einfach nur das Lächeln das ehrlich gemeint ist und mich erreicht.

All das können Lichtblicke sein, die dazu führen, dass wir wieder sehen können in dem Dunkel, dass wir wieder Orientierung finden. 


Jesus sagte einmal :“Ihr seid das Licht der Welt“ oder „ihr sollt Kinder des Lichts sein.“

Und ich denke genau das meinte er damit. Er hat sich gewünscht, das wir mit unserem Wirken und nach unseren Möglichkeiten einbisschen Licht in die Dunkelheit bringen.

Und man muss dazu sagen, Besonders zu Zeiten Jesus, damals vor über 2000 Jahren, war Licht weitaus kostbarer als für uns heute. (hätte man damals ein Bild aus dem Weltall machen können....) Es gab Fackeln, Öllampen...das wars. Da war dieses Bild noch tiefer und bedeutungsvoller als für uns heute mit unseren Lichtdurchfluteten Städten.

Aber wie kann ich Licht sein für andere, wenn ich mich in meinem Herzen gar nicht so hell, so leuchtend fühle?

So hell unsere Städte oft auch sind, sieht es doch in unserem Innern meißt ganz anders aus.

Vielleicht gibt es da noch so einige dunkle Bereiche: Ängste und Sorgen, Ärger, Verletzungen, all das was das Herz eben auch verfinstern kann.

Ich denke Wir brauchen nicht nur die dekorativen Weihnachtslichter, so stimmungsvoll sie auch sind, spätestens Ende Januar ist es vorbei mit Weihnachten, und der Winter wird wieder etwas dunkler, oder auch die Lichtblicke in unserem Leben, so notwendig und wichtig auch diese sind, wir Menschen können bekanntlich auch ganz schön verletzend zueinander sein, und einander enttäuschen, und auch spätestens da kann es auch einmal etwas dunkler um uns herum werden.

Wir brauchen etwas das die Finsternis dauerhaft und langfristig in unserem Herzen, in unserem Innern erleuchtet.

Was macht Weihnachten noch aus; außer der Weihnachtsbeleuchtung und dem Miteinander und Füreinander, und vorallem, außer dem ganzen Stress drumherum??

"Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.", so beschreibt Jesus, dessen Geburtstag wir an Weihnachten feiern, sein Wirken.

Und genau das ist das wichtigste Licht für mich an Weihnachten. Das Lebenslicht das immer für mich scheint.

In der Bibel steht beschrieben, wie Jesus das wunderbare, das hell erläuchtete verlassen hat, um zu uns in die Dunkelheit zu kommen, und uns Licht und Farbe zu bringen.

Er möchte in unsere Dunkelheit hineinscheinen...ganz egal ob Frühling, Sommer, Herbst, oder im Winter zur Weihnachtszeit.

Und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, wie schön es ist durch meinen Glauben Gottes Licht zu spüren.

Es ist ein wenig wie der Blick in die weihnachtlich dekorierten Fenster, wenn ich draussen in der Kälte und Dunkelheit stehe. Dieses warme Wohlfühlgefühl.

Aber es erreicht eben mein Herz bis in die Tiefe, und verändert es, macht es mit der Zeit immer etwas heller.

Ich weiss nicht ob Weihnachten deswegen auch in der dunklen Jahreszeit gefeiert wird. Aber für mich hat es Symbol-charakter, wie durch Weihnachten die eigentlich dunklen Strassen doch etwas heller leuchten.

Und es liegt, so denke ich, ganz einfach an uns, was wir aus dieser Weihnachtszeit machen möchten.

Möchten wir einfach die vielen kleinen Lichter an Weihnachten, diese Stimmungsvolle Zeit genießen, oder nehmen wir diese Zeit, als eine Gelegenheit anderen Menschen Lichtblicke zu schenken, oder aber wollen wir auch das große Licht , die wahre Bedeutung Weihnachtens, das das ganze Jahr für uns scheint, für unser Leben annehmen .



1 Kommentar 6.12.08 15:19, kommentieren

das leben ist schön!

Ich weiß nicht was dein erster Gedanke ist,wenn du diese Aussage hörst.

Vielleicht denkst du: „Hmmm...DAS LEBEN IST SCHÖN.?...das gilt vielleicht für andere, aber für mich nicht“ oder „ Ach, wenn die wüßten, was bei mir grad so los ist...das Leben ist alles andere aber bestimmt nicht schön! Oder vielleicht hast du auch an die letzten Nachrichten gedacht...!? Oder du kannst diesen Satz momentan total unterschreiben, weil grad bei Dir alles wie am Schnürchen läuft!?

Mein erster Gedanke war: Hört sich super an! Tolle Aussage! So möchte ich vom Leben denken. Doch anschließend kam das große ABER... Und ich denke diese Gedanken, dieses "Aber", ist ganz sicher nicht unberechtigt. Aber ich denke auch das wir oftmals dazu neigen die Dinge isoliert zu sehen Da gibt es die Melancholiker unter uns die vielleicht öfter mal über das Leid nachdenken, und da die Spaßmenschen, die scheinbar sorglos und unbeschwehrt durchs leben gehen.

hmm... aber wem gebe ich denn nun Recht? Ist das Leben nun schön, oder ist es eigentlich gar nicht so schön???

Und da ist mir eine Stelle aus der Bibel eingefallen, ich hatte diesen einen Satz im Kopf „Alles hat seine Zeit...“ wie es ganz genau weiter geht, muss ich gestehen wußte ich nicht mehr so genau ...aber ich habe nachgelesen...und im Prediger 3 heißt es (von mir etwas gekürzt):

"alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; umarmen hat seine Zeit, loslassen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;..." 

...es geht noch etwas weiter....aber mir wurde klar: Ja, das ist es, diese Stelle trifft es – zwar ganz simpel ausgedrückt- aber eben auf den Punkt. Manchmal sind ja die einfachsten Erkenntnisse die man hat die wichtigsten, wenn man sie nur wirklich, richtig begreift! ; )   Ok, gut! Soweit bin jetzt schonmal: Also haben beide Recht. Die Melancholiker und die Spaßmenschen.                                Das Leben ist eben....beides."Das Leben ist beides!" Hmmm...irgendwie löst das nicht so eine Begeisterung in mir auf! "Das Leben ist schön!" hat mir ehrlich gesagt besser gefallen!

Und, ...ich glaube ich bleibe dabei! Das Leben ist schön! SO möchte ich über das Leben denken. Aber wie mache ich das, ohne mit der rosa-roten Brille durchs Leben zu gehen, oder sogar mit verschlossenen Augen!?? Muss ich vielleicht meine Erwartungshaltung auf das Leben runterschrauben?                    Das will ich eigentlich auch nicht! Ich bleibe da jetzt einmal stur!

Aber ich glaube so langsam komme ich drauf!                          Ich muss sensibler werden, ich muss mich neben all den schlechten Nachrichten und Ereignissen um mich herum und in meinem Leben, mich eben auch mit dem Schönen beschäftigen, und es aufnehmen. Ich muss das Kleine sehen und wahrnehmen, und genießen.  Die Kleinen Dinge und Situationen des Alltags, die ich so schnell vergesse, übersehe, dran vorbeilaufe.

Aber lider scheint das alles oft so weit weg!

Und hier kommen ich nämlich zu dem eigentlichem Problem, meiner Meinung nach!

Mir sind 3 Dinge eingefallen, die es mir modernen, zivillisierten Menschen in dieser Sache schwehr machen :

  1. Ich lebe in einer erfolgsorientierten Gesellschaft. Alles geht irgendwie noch besser, noch effektiver, noch erfolgreicher, schöner, glücklicher... Man beschäftigt sich eher damit was noch nicht so gut funktioniert. Man schaue da nur in die Arbeitswelt. Führungskräfte müssen oft erst Seminare belegen: „Wie lobe ich meine Mitarbeiter“ und trotzdem tuhen es die wenigsten (war erst letztens der Leit-Artikel im Fokus).                                                                        Wir verlernen das bereits gut funktionierende, das schon erreichte zu sehen, und uns darüber zu freuen, ja auch mal mit „Kleinen“ Dingen zufrieden zu sein! Und das was man hat, verliert schnell seinen Reiz, und wird ganz gewöhnlich und selbstverständlich und uninterressant!
  2. Ich lebe in einer schnellebigen Zeit. Stress, Hektik, von einem Termin zum nächsten. Wir leben einfach oft zu schnell. Wie sollen wir da noch offen sein für das Kleine und unscheinbare? Wie sollen wir da empfindsam, sensibel sein für das unspektakuläre, in der ganzen Reizüberflutung?
    Ich glaube wirklich wir stumpfen ein stückweit ab. Zumnidest besteht die Gefahr!
  3. Ich lebe in einer Zeit und Gesellschaft in der der Sinn des Lebens in Vergessenheit gerät.                                       Es herscht vielmehr eine Sinnlosigkeit. Und so ist man damit beschäftigt den Sinn in irgendwelchen Dingen zu suchen, die einen dann letztlich doch nicht wirklich erfüllen, oder man wartet eben auf DEN großen Moment, auf DIE Chance überhaubt, dann ...ja dann bin ich glücklich, dann ist mein Leben schön, und man wartet und wartet und tragischerweise warten einige so lange, und merken gar nicht das ihr Leben so vergeht.                                                                      Oder aber man ist so erfolgreich in seinem Warten un Suchen, und erreicht DEN großen Moment, und DIE Chance überhaubt, ...aber wenig später, ist es eben wieder so gewöhnlich und selbstverständlich und hat doch plötzlich seinen ganzen Reiz verloren!
    Wir verlernen auf das wesentliche zu blicken.

Ich glaube es ist wichtig sich darüber bewußt zu sein, und immer mal wieder gegen diesen Zeitgeist zu steuern.

  • statt erfolgsorientierteit auch mal dankbar und zufrieden sein für das was ich habe

  • statt Stress und Hektik, zwischendurch auch mal langsamer leben innehalten, und bewußt wahrnehmen

  • statt immer auf der Suche nach dem vermeintlich großen Glück zu sein, im heute und jetzt leben und meine Talente im heute und jetzt nach meinen Möglichkeiten zu nutzen.

Wir brauchen immermal wieder kleine Erinnerungen, um uns wieder neu auszurichten, den Blick zu schärfen für das Schöne und Gute und wenns noch so klein ist, auch weil wir dadurch Kraft schöpfen können um auch die traurigen und schmerzhaften krisenzeiten des schönen Lebens zu überstehen.

Ich bin überzeugt, wenn wir nach dem Schönen um uns herum suchen, so finden wir es. Suchen wir aber nicht...laufen wir nur dran vorbei..übersehen wir es.

Wenn ich in solchen Momenten fündig werde, das sind für mich die Fingerabdrücke Gottes in meinem Leben. Seine Streicheleinheiten. Und ich versuche sensibler zu werden um Gott wahrzunehmen, und nicht an ihm vorbeizulaufen, in der Hektik des Alltags.

Jesus kann uns da ein gutes Vorbild sein.

ER hat wirklich wahrgenommen...er hat gesehen..ohne dran vorbeizulaufen...er hat wirklich gefühlt.

Und er tut es heute noch.

ER hat das Schöne, das Vollendete, Wunderbare verlassen...und ist zu uns, gekommen, und hat uns Farbe und Liebe dagelassen.

Also, ich hoffe wir können schon diesen Tag mit all seinen perfekten und nicht perfekten Momenten genießen, und dankbar sein.

DENN....DAS LEBEN IST EIN WUNDER!



20.8.08 14:00, kommentieren