das leben ist schön!

Ich weiß nicht was dein erster Gedanke ist,wenn du diese Aussage hörst.

Vielleicht denkst du: „Hmmm...DAS LEBEN IST SCHÖN.?...das gilt vielleicht für andere, aber für mich nicht“ oder „ Ach, wenn die wüßten, was bei mir grad so los ist...das Leben ist alles andere aber bestimmt nicht schön! Oder vielleicht hast du auch an die letzten Nachrichten gedacht...!? Oder du kannst diesen Satz momentan total unterschreiben, weil grad bei Dir alles wie am Schnürchen läuft!?

Mein erster Gedanke war: Hört sich super an! Tolle Aussage! So möchte ich vom Leben denken. Doch anschließend kam das große ABER... Und ich denke diese Gedanken, dieses "Aber", ist ganz sicher nicht unberechtigt. Aber ich denke auch das wir oftmals dazu neigen die Dinge isoliert zu sehen Da gibt es die Melancholiker unter uns die vielleicht öfter mal über das Leid nachdenken, und da die Spaßmenschen, die scheinbar sorglos und unbeschwehrt durchs leben gehen.

hmm... aber wem gebe ich denn nun Recht? Ist das Leben nun schön, oder ist es eigentlich gar nicht so schön???

Und da ist mir eine Stelle aus der Bibel eingefallen, ich hatte diesen einen Satz im Kopf „Alles hat seine Zeit...“ wie es ganz genau weiter geht, muss ich gestehen wußte ich nicht mehr so genau ...aber ich habe nachgelesen...und im Prediger 3 heißt es (von mir etwas gekürzt):

"alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; umarmen hat seine Zeit, loslassen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;..." 

...es geht noch etwas weiter....aber mir wurde klar: Ja, das ist es, diese Stelle trifft es – zwar ganz simpel ausgedrückt- aber eben auf den Punkt. Manchmal sind ja die einfachsten Erkenntnisse die man hat die wichtigsten, wenn man sie nur wirklich, richtig begreift! ; )   Ok, gut! Soweit bin jetzt schonmal: Also haben beide Recht. Die Melancholiker und die Spaßmenschen.                                Das Leben ist eben....beides."Das Leben ist beides!" Hmmm...irgendwie löst das nicht so eine Begeisterung in mir auf! "Das Leben ist schön!" hat mir ehrlich gesagt besser gefallen!

Und, ...ich glaube ich bleibe dabei! Das Leben ist schön! SO möchte ich über das Leben denken. Aber wie mache ich das, ohne mit der rosa-roten Brille durchs Leben zu gehen, oder sogar mit verschlossenen Augen!?? Muss ich vielleicht meine Erwartungshaltung auf das Leben runterschrauben?                    Das will ich eigentlich auch nicht! Ich bleibe da jetzt einmal stur!

Aber ich glaube so langsam komme ich drauf!                          Ich muss sensibler werden, ich muss mich neben all den schlechten Nachrichten und Ereignissen um mich herum und in meinem Leben, mich eben auch mit dem Schönen beschäftigen, und es aufnehmen. Ich muss das Kleine sehen und wahrnehmen, und genießen.  Die Kleinen Dinge und Situationen des Alltags, die ich so schnell vergesse, übersehe, dran vorbeilaufe.

Aber lider scheint das alles oft so weit weg!

Und hier kommen ich nämlich zu dem eigentlichem Problem, meiner Meinung nach!

Mir sind 3 Dinge eingefallen, die es mir modernen, zivillisierten Menschen in dieser Sache schwehr machen :

  1. Ich lebe in einer erfolgsorientierten Gesellschaft. Alles geht irgendwie noch besser, noch effektiver, noch erfolgreicher, schöner, glücklicher... Man beschäftigt sich eher damit was noch nicht so gut funktioniert. Man schaue da nur in die Arbeitswelt. Führungskräfte müssen oft erst Seminare belegen: „Wie lobe ich meine Mitarbeiter“ und trotzdem tuhen es die wenigsten (war erst letztens der Leit-Artikel im Fokus).                                                                        Wir verlernen das bereits gut funktionierende, das schon erreichte zu sehen, und uns darüber zu freuen, ja auch mal mit „Kleinen“ Dingen zufrieden zu sein! Und das was man hat, verliert schnell seinen Reiz, und wird ganz gewöhnlich und selbstverständlich und uninterressant!
  2. Ich lebe in einer schnellebigen Zeit. Stress, Hektik, von einem Termin zum nächsten. Wir leben einfach oft zu schnell. Wie sollen wir da noch offen sein für das Kleine und unscheinbare? Wie sollen wir da empfindsam, sensibel sein für das unspektakuläre, in der ganzen Reizüberflutung?
    Ich glaube wirklich wir stumpfen ein stückweit ab. Zumnidest besteht die Gefahr!
  3. Ich lebe in einer Zeit und Gesellschaft in der der Sinn des Lebens in Vergessenheit gerät.                                       Es herscht vielmehr eine Sinnlosigkeit. Und so ist man damit beschäftigt den Sinn in irgendwelchen Dingen zu suchen, die einen dann letztlich doch nicht wirklich erfüllen, oder man wartet eben auf DEN großen Moment, auf DIE Chance überhaubt, dann ...ja dann bin ich glücklich, dann ist mein Leben schön, und man wartet und wartet und tragischerweise warten einige so lange, und merken gar nicht das ihr Leben so vergeht.                                                                      Oder aber man ist so erfolgreich in seinem Warten un Suchen, und erreicht DEN großen Moment, und DIE Chance überhaubt, ...aber wenig später, ist es eben wieder so gewöhnlich und selbstverständlich und hat doch plötzlich seinen ganzen Reiz verloren!
    Wir verlernen auf das wesentliche zu blicken.

Ich glaube es ist wichtig sich darüber bewußt zu sein, und immer mal wieder gegen diesen Zeitgeist zu steuern.

  • statt erfolgsorientierteit auch mal dankbar und zufrieden sein für das was ich habe

  • statt Stress und Hektik, zwischendurch auch mal langsamer leben innehalten, und bewußt wahrnehmen

  • statt immer auf der Suche nach dem vermeintlich großen Glück zu sein, im heute und jetzt leben und meine Talente im heute und jetzt nach meinen Möglichkeiten zu nutzen.

Wir brauchen immermal wieder kleine Erinnerungen, um uns wieder neu auszurichten, den Blick zu schärfen für das Schöne und Gute und wenns noch so klein ist, auch weil wir dadurch Kraft schöpfen können um auch die traurigen und schmerzhaften krisenzeiten des schönen Lebens zu überstehen.

Ich bin überzeugt, wenn wir nach dem Schönen um uns herum suchen, so finden wir es. Suchen wir aber nicht...laufen wir nur dran vorbei..übersehen wir es.

Wenn ich in solchen Momenten fündig werde, das sind für mich die Fingerabdrücke Gottes in meinem Leben. Seine Streicheleinheiten. Und ich versuche sensibler zu werden um Gott wahrzunehmen, und nicht an ihm vorbeizulaufen, in der Hektik des Alltags.

Jesus kann uns da ein gutes Vorbild sein.

ER hat wirklich wahrgenommen...er hat gesehen..ohne dran vorbeizulaufen...er hat wirklich gefühlt.

Und er tut es heute noch.

ER hat das Schöne, das Vollendete, Wunderbare verlassen...und ist zu uns, gekommen, und hat uns Farbe und Liebe dagelassen.

Also, ich hoffe wir können schon diesen Tag mit all seinen perfekten und nicht perfekten Momenten genießen, und dankbar sein.

DENN....DAS LEBEN IST EIN WUNDER!



20.8.08 14:00

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